In den letzten Wochen habe ich, wenn es das Wetter und die Zeit erlaubten, jeden Abend am Dachsbau zugebracht. Eigentlich wollte ich nur mal wieder Dachse fotografieren und hatte die mir bekannten Baue in meiner näheren Umgebung beobachtet. Was daraus entstand, war dann doch schon ein kleines Projekt.

Der Bau liegt in einem Kiefernwald und bietet eigentlich nicht viele Möglichkeiten, da die meisten Röhren nicht einsehbar sind und man sich nicht sicher sein kann welche gerade genutzt wird.

 Auf diesem Bild sieht man meine Ansitzposition und insgesamt 5 Ausgänge.

Die Spuren verrieten, dass der Ausgang aktiv ist und es Jungtiere gibt. Also habe ich mich am Abend angesetzt … natürlich an der falschen Stelle – aber das Jagdfieber hatte mich gepackt.

Schon am nächsten Abend saß ich am richtigen Ausgang und der Wind stand auch günstig.

Das Beste aber war, dass die Dachse schon vor Sonnenuntergang aus dem Bau kamen. Der Dachs gehört zur Familie der Marder und ist vorwiegend nacht- und dämmerungsaktiv.

Was das Fotografieren normalerweise zu einer Herausforderung macht, denn dann ist das Licht meist grenzwertig und die Dachse halten sich nicht lange am Bau auf.

Der Umstand, dass die Dachse Junge hatten, brachte mir ganz andere Möglichkeiten. Ich konnte die Familie bei ihren Aktivitäten beobachten und natürlich fotografieren. Die Jungen tobten direkt vor mir und die Fähe posierte im besten Licht. An manchen Abenden hatte ich mit 500mm Brennweite ein Luxusproblem, denn die Dachse passten nicht komplett in das Bild – so das ich mich am folgenden Abend weiter zurücksetzte. Was kann es schöneres geben als solche Momente in der Natur?  

Eine kleine Auswahl an Bilder findet ihr hier:

   
© Jürgen Liebner
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